Colegio Pomasqui: Pilotprojekt in Pomasqui bei Quito/Ecuador
Pomasqui liegt am Nordrand von Quito, der Millionenhauptstadt von Ecuador, auf rund 2'600 Metern über Meer in einem innerandinen Trockental mit steppenhaftem Klima. Die Sicherstellung der Versorgung mit sauberem Trinkwasser stellt Quito vor eine der grössten Herausforderungen für die Zukunft, da einerseits mit den Gletschern immer mehr Süsswasserreservoire schmelzen und anderseits im gesamten Norden Ecuadors keine Abwasseraufbereitungsanlage besteht.
Aktuelle Situation
Das Colegio Pomasqui ist eine öffentliche Schule für rund 1'000 Schülerinnen und Schüler und liegt im Zentrum von Pomasqui. Zurzeit existiert eine sanitäre Grundversorgung mit fünf WCs für Mädchen und sieben für Jungen. Dies wird den Bedürfnissen der schnell wachsenden Schülerzahl längst nicht mehr gerecht. Die Abwässer fliessen ungereinigt in den Rio Monjas, noch vor Jahren die Wasserader Pomasquis. Pro Spülung werden zurzeit rund zehn Liter Trinkwasser verwendet.
Geplante Aktivitäten
Geberit möchte zusammen mit der Stiftung SEMBRES zukunftsweisende und ökoeffiziente Lösungen im Bereich sanitäre Anlagen umsetzen. Schwerpunkte bilden die Bereiche Wassereinsparungen, -wiederverwendung und -aufbereitung. Zudem wird auf die Sensibilisierung für Umweltaspekte besonderen Wert gelegt.
Erweiterung der sanitären Anlagen des Colegio Pomasqui
- Bau eines neuen WC-Gebäudes mit solarer Warmwasseraufbereitung
- Installation von genügend WC's, Urinalen und Waschtischen für die tägliche Hygiene
- Bau einer Schilfkläranlage zur Reinigung der Abwässer und dem Schutz der Trinkwasser-Ressourcen
Sensibilisierung, Aus- und Weiterbildung
- Aus- und Weiterbildung der Schülerinnen und Schüler im täglichen Gebrauch der neuen sanitären Anlagen inkl. Hygieneausbildung in Zusammenarbeit mit lokalem Gesundheitsinspektorat
- Erarbeitung und Druck von Informationsmaterialen sowie von Infotafeln
- Integration in bestehenden Umwelt-Lehrpfad
Partner
Die von der Schweizer Organisation Pro Pomasqui mehrheitlich finanzierte ecuadorianische Stiftung Fundación Sembrar Esperanza, kurz SEMBRES (Sembrar Esperanza, in Deutsch: Hoffnung säen), arbeitet seit 1993 in der Region Pomasqui bei Quito/Ecuador. Ziel aller Aktivitäten ist die verstärkte Umsetzung der Nachhaltigkeitsprinzipien in der Region.
SEMBRES betreibt in Pomasqui bereits zwei Kindergärten mit 210 Kindern aus ärmsten Familien, betreut ein Patenschaftsprojekt mit über 220 Kindern und führt diverse kulturelle Aktivitäten durch. Das Umweltprogramm umfasst die Wiederaufforstung mit bisher rund 2,5 Mio. einheimischen Bäumen, ein umfassendes Abfallbewirtschaftungsprojekt in Pomasqui und Umgebung (rund 50'000 Menschen) sowie ein Umweltbildungsprojekt mit Lehrpfad und Umweltbus.
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